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My Sweet Lord

 Gästebuch

Ein Konzertprogramm zum 10. Todestag von George Harrison

 

Zu Zeiten der Fab Four stand er meist im Schatten der beiden Ober-Beatles John und Paul. Doch mit seinen Kompositionen „Here Comes The Sun“ und „Something“, den beiden populärsten Songs des Beatles-Albums „Abbey Road“, hatte sich George Harrison 1969 endlich auch als gleichwertiger Songschreiber etabliert. Während Ringo oft als der „zweitbeste Drummer der Beatles“ (nach Paul) bespöttelt wurde, war George Harrisons Stellung als technisch versierter, brillanter Gitarrist stets ungefährdet. In der Gitarrenzunft hat George Harrison bis heute einen guten Ruf – nicht zuletzt wegen seines exzellenten Slide-Gitarrenspiels. Vor allem in den sechziger Jahren galt er als Neuerer, was Soundexperimente anging. Er war der erste Popmusiker, der sich mit der indischen Sitar ernsthaft beschäftigte. Und er war der erste, der das Interesse der Popwelt für die indische Philosophie und Musik weckte. Insofern darf man ihn als Pionier der Weltmusik ansehen und als Wegbereiter für die Spiritualität des Ostens in der westlichen Welt. Doch es wäre falsch, den „stillen Beatle“ nur als vergeistigten, religiösen Menschen darzustellen.

 

George Harrison produzierte z.B. die bitterböse Jesus-Filmsatire „Das Leben des Brian“ von Monthy Python, finanzierte die Beatles-Parodie „The Rutles: All You Need Is Cash“ und beteiligte sich als „Nelson Wilbury“, neben Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne und Roy Orbison an den Traveling Wilburys.

 

Er war der erste der Fab Four, der die Nach-Beatles-Ära erfolgreich begann. Sein Triple-Album „All Things Must Pass“ belegte Ende 1970 Platz 1 der US-LP-Charts. 1971 organisierte er das erste große Benefiz-Festival der Popgeschichte „Concert For Bangla Desh“. Zuvor erschien sein Welthit „My Sweet Lord“, der auch wegen Plagiatsvorwürfen von sich reden machte. Weitere Hits folgten, wie etwa „Give Me Love“, „Living In The Material World“, „All Those Years Ago“, „Got My Mind Set On You“, „When We Was Fab“ u.a.

 

Natürlich gehören diese Songs seiner Solo-Zeit genauso zum Live-Programm wie seine großen Songklassiker der Beatles-Ära, um nur „Taxman“, „Within You Without You“, „While My Guitar Gently Weeps“, „Here Comes The Sun“ und „Something“ zu nennen.

 

Nach unzähligen Auftritten innerhalb der letzten 33 Jahre mit dem großen Songrepertoire der Beatles und nach einer erfolgreichen John Lennon-Tournee 2010, widmet sich die renommierte und populärste Beatles-Tribute-Band Deutschlands, THE BEATLES REVIVAL BAND, im Jahre 2011 aus Anlass des 10. Todestages von George Harrison den großartigen Songs des „stillen“ Beatles. Still wird es nicht werden das Live-Programm, aber inspirierend und mitreißend. Und es wird viel Neues zu entdecken geben: unbekannte, aber faszinierende Facetten des außergewöhnlichen Musikers George Harrison.

                                                                                                     Volker Rebell